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Downunder, deluxe. Teil 3: mit MS EUROPA von Tasmanien nach Neuseeland

Downunder, deluxe. Teil 3: mit MS EUROPA von Tasmanien nach Neuseeland

Downunder, deluxe. Teil 3: In Sydney ist unsere Autorin an Bord der MS EUROPA gegangen für eine Traumreise nach Auckland. Im aktuellen Beitrag beschreibt sie einen Besuch in „Tassie“, wo – endlich! – ein Känguru gefüttert wird. Ein Blauwal spielt Versteck. Und Neuseeland lädt zum Ausflug in einer besonderen Limousine…

 

Mit MS EUROPA unterwegs in Australien und Neuseeland. Ein Reisebericht von MORE THAN CRUISES.

Kreuzfahrt mit MS EUROPA von Australien und Neuseeland – Entspannung an Deck

 

von Heinke ter Hell (Fotos und Text)

 

Downunder, deluxe. Teil 3: mit MS EUROPA von Tasmanien nach Neuseeland. Under Downunder, so nennt man die zu Australien gehörende Insel Tasmanien. Und während sich der fünfte Kontinent heiß und trocken präsentiert – tatsächlich ist das Land mit seinen gewaltigen Wüsten so arid wie kein anderes der Erde –, zeigt sich „Tassie“ ganz anders: üppig grün, bergig, mit viel Niederschlag. Und dass die Vegetation geprägt wird von kaltem Regenwald, sagt durchaus auch etwas aus über die Temperaturen, die man hier erwarten darf.

Wir können in Hobart aber endlich eine Lücke schließen und besuchen einen Wildlife Park. Denn nachdem wir auf Kangaroo Island kein Glück hatten, und nicht wirklich damit rechnen durften, dass an der eindrucksvollen Great Ocean Road, zwischen unzähligen Bussen voller Besucher, wilde Tiere herum hüpfen, steht nun – bei unserem letzten Stop in Australien – vor allem das Projekt Känguru ganz oben auf der der Tagesordnung. Wir zahlen Eintritt, beobachten einen Koala, der in aller Gemütsruhe Eukalyptusblätter in sich hinein stopft, und begegnen endlich einem Känguru. Wie groß es ist. Und trotzdem so süß. Wir dürfen das Tier sogar füttern.

Die Weiterreise der EUROPA entspannt mit zwei Seetagen. Unter Kreuzfahrt-Fans lassen sich ja verschiedene Typen unterscheiden: Es gibt die, die es eher gern ruhig mögen, andere bevorzugen Spaß und Action. Die einen lieben es, sich in Buffet-Restaurants zu bedienen, andere lassen sich gern bedienen. Und es gibt die Jeden-Tag-ein-Hafen-Fans, und andere bevorzugen Kreuzfahrten mit viel Seetagen. Wir mögen Seetage, weil sie so entspannend sind. Und nehmen dann doch jedes Unterhaltungsangebot wahr: Jetzt stehen wir auf der Brücke, einer Offiziere erklärt wie moderne Navigation funktioniert. Es ist ein wenig ernüchternd. Eigentlich fahren Computer das Schiff.

 

 

 

Doch so richtig ruhig sind Seetage eigentlich auch nicht. Viele Gäste stürmen an die Reling als es heißt, man habe einen Wal gesehen. Einen Blauwal! Das größte Säugetier der Erde kann bis zu 30 Meter lang werden und bis zu 200 Tonnen schwer. Die Aufregung um die Beinahe-Sichtung greift schnell über auf alle Gäste an Bord. Auf dem Vorschiff postieren sich zwei Offiziere und halten Ausschau. Doch der Wal ist abgetaucht. Bis, plötzlich, in ganz weiter Ferne, ein Blas aufzusteigen scheint. Das iPhone macht ein unscharfes Bild. Ein heller Fleck in krisseligem Blau. Das muss er sein – der Wal.

Die See zeigt sich bewegt. Die Luft ist recht frisch. Doch im Windschatten kann man die Sonne an Deck genießen. Am nächsten Tag in Bluff werden wir sie vermissen. Kühl und regnerisch begrüßt uns Neuseeland. Und der gepriesene Hafen im Erstanlauf hält nicht ganz, was wir uns davon versprochen haben. Wir machen einen Ausschlaftag und freuen uns auf den nächsten Ausflug – wir haben eine Ausfahrt in einem historischen Jaguar Mark IX gebucht.

Ein wundervoller Oldtimer, 1960 gebaut, und – obwohl bereits 84.000 Meilen auf dem Tacho – im besten Zustand. Das lässt sich auch über den Fahrer sagen. Ein kauziger Typ, rund 25 Jahre älter als sein Auto. Und voller Hingabe für seine Limousine. Wir lassen uns zum Olveston-Haus in Dunedin kutschieren. Die Renaissance-Villa im Stile der jakobinischen Architektur wurde um 1900 errichtet und war eines der ersten Häuser Neuseelands, das mit den modernsten Segnungen der Zivilisation ausgestattet war – Zentral-Heizung, Speiseaufzug, Telefonanlage, elektrischer Toaster. Olveston steht in einer üppig blühenden Parklandschaft. Man serviert uns zum Afternoon-Tee Scones und Sandwiches. Die Luft duftet nach Sommer. Das ist wahrlich ein Downunder, deluxe-Moment, der perfekt ergänzt wird um die Rückfahrt durch die wunderbare Landschaft zum Schiff…

Unsere Reise neigt sich langsam dem Ende zu. Wir freuen uns auf die noch bevorstehende Fahrt in den Queen Charlotte Sound. Als Ausflug wird eine Kajak-Tour angeboten, wir haben uns angemeldet. Und wir sehen mit leicht bedrückten Gefühlen dem Anlauf von Christchurch entgegen. Zum ersten Mal wird das Luxusschiff wieder in der Stadt festmachen, die im Februar 2011 bei einem Erdbeben stark zerstört wurde. Auch damals ankerte im Hafen die EUROPA…

 

Mit MS EUROPA unterwegs in Australien und Neuseeland. Ein Reisebericht von MORE THAN CRUISES.

Blick aus dem Restaurant EUROPA in den Sonnenuntergang

 

Die beschriebene EUROPA-Reise wird so von Hapag-Lloyd Cruises angeboten. Weitere Informationen finden sich auf der Website des Anbieters: www.hl-cruises.de