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Downunder, deluxe. Teil 2: mit MS EUROPA von Melbourne nach Kangaroo Island

Downunder, deluxe. Teil 2: mit MS EUROPA von Melbourne nach Kangaroo Island

Downunder, deluxe. Teil 2: In Sydney ist unsere Autorin an Bord der MS EUROPA gegangen für eine Traumreise nach Auckland. Im aktuellen Beitrag geht es um einen Feiertag, der Städte lahm legt, um Kängurus, die sich nicht zeigen, und eine Insel, die mit Delfinen überrascht…

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von Heinke ter Hell (Fotos und Text)

 

Downunder, deluxe. Teil 2: mit MS EUROPA von Melbourne nach Kangaroo Island. Nach dem Start in Sydney geht es mit der EUROPA nach Melbourne. Wir kennen das Schiff ja bereits von früheren Reisen. Und doch ist es schön, dass diese Kreuzfahrt mit einem Seetag beginnt. Man kann sich eingewöhnen, andere Gäste kennen lernen, den Stand des Schiffes begutachten. Es ist wie der Besuch bei guten Freunden, die man einige Zeit lang nicht gesehen hat – man ist neugierig, was sich bei ihnen getan hat. Haben sie sich verändert? Neue Möbel? Neues Auto?

Die EUROPA ist sich treu geblieben. Ein solide-luxuriöses Schiff, gediegen, souverän ausgestattet, sorgfältig eingerichtet. Ein Schiff, dem man zwar ansieht, dass es kein Neubau ist. Ein Schiff aber, das dennoch gefällt. Und auch kritische Betrachter überzeugen kann. Das Team um den Kreuzfahrt-Experten Douglas Ward, der jährlich den Ratgeber „Berlitz Cruise Guide“ herausgibt, hat die EUROPA erneut als eines der besten Schiffe überhaupt ausgezeichnet. Das hat auch mit dem Service an Bord zu tun. Wir genießen, dass der frühere 3-Sterne-Koch Dieter Müller auf dem Lido-Deck die Vorspeise zubereitet: Ceviche von Meeresfrüchten mit Wakamesalat. Großartig. Downunder, deluxe.

 

 

Melbourne gefällt uns. Eine Metropole auf Augenhöhe mit Sydney. Und wir suchen den Blick von oben. Der Eureka-Tower ist mit knapp 300 Metern der zweithöchste Wolkenkratzer Australiens und bietet eine Besonderheit: The Edge ist ein Raum in der obersten Etage des Hochhauses, der per Hydraulik um einige Meter aus der Fassade herausgefahren werden kann. Mit einem Geräusch, das sich wie Splittern anhört, wird der Glasboden, auf dem die Besucher von The Edge stehen, durchsichtig, und der Blick geht in die Tiefe. Begleitet vom Kreischen der Anwesenden.

Wir erkunden die Markthallen der Stadt, in denen sich Modelabels und Restaurants präsentieren. Es ist viel los. Shoppende Frauen parken ihre Männer an Tischtennisplatten. Am nächsten Tag in Adelaide vermissen wir die Betriebsamkeit. Australia-Day. Adelaide gilt als die deutscheste Stadt Australiens. Rund 200 deutsche Einwanderer erreichten mit dem Segelschiff ZEBRA die Küste und gründeten unweit von Adelaide den Ort Hahndorf, der Name ist eine Hommage an den Kapitän des Schiffes.

Wir verzichten auf den Bus-Ausflug dahin und bleiben in Adelaide. Alle Geschäfte haben geschlossen. Gelegenheit durch die Parks zu stromern und in den hübschen Botanischen mit seinem architektonisch aufwändigen Kakteenhaus. Und auch wenn wir wissen, dass es nicht wirklich vernünftig ist, halten wir immer wieder Ausschau nach Kängurus. Hieß es nicht, die würden in Australien über die Straßen hüpfen…?

Es deprimiert ein wenig, dass uns selbst die Insel, die das australische Wappentier im Namen führt, die hüpfende Beutler vorenthält. Auf Kangaroo Island haben wir uns zu spät für die Teilnahme an einem Ausflug zum Koala-Reserve entschieden. Der war dann schon ausgebucht. Doch die Speedboat-Fahrt um die Insel entschädigt für vieles. Immer wieder tauchen Delfine neben dem Boot auf. Es ist ein unterhaltsamer Tanz über die Wellen. Das nächste Ziel unserer Reise heißt Tasmanien. Man nennt die Insel auch: Under Downunder.

 

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Die beschriebene EUROPA-Reise wird so von Hapag-Lloyd Cruises angeboten. Weitere Informationen finden sich auf der Website des Anbieters: www.hl-cruises.de