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Cruise News. Der MORE THAN CRUISES-Wochenrückblick – Wasser, Geld, Jobs und eine Zukunfts-Idee

Cruise News. Der MORE THAN CRUISES-Wochenrückblick – Wasser, Geld, Jobs und eine Zukunfts-Idee

300 Millionen Liter Wasser, 2,5 Millionen Dollar, einige tausend neue Jobs – und eine spannende Idee für die Zukunft der Schifffahrt… Die Kreuzfahrt-Woche im MORE THAN CRUISES-Überblick – Cruise News

 

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Cruise News: 300 Millionen Liter Wasser für die neue Nummer 1

Unsere Serie mit dem Titel „Manager mit Helmen“ ist ein Beleg für die Aufbruchstimmung in der Kreuzfahrt-Branche: Manager mit Helmen – das sind CEOs, CFOs und andere, die sich sonst vor allem im feinen Zwirn zeigen, die zum Stahlschnitt oder zur Kiellegung eines Schiffsneubaus reisen, in einem Dock oder einer Werft stehen und einen Knopf drücken. Der Helm steht für die Dynamik in diesem Markt…

Im finnischen Turku wird auf der Meyer-Werft das Bau-Dock geflutet, in dem die neue MEIN SCHIFF 1 auf Kiel gebaut wird. Das neue Kreuzfahrtschiff für Tui Cruises ist nicht nur länger als die bisherigen, es ist vor allem noch mehr auf Wohlfühlen ausgerichtet. Wybcke Meyer, CEO von Tui Cruises, schwärmt von einem echten „Sport- und Wellness-Schiff“ mit einer 438 Meter langen Jogging-Strecke, mit einer Kletterwand und einer riesigen Leinwand, für alle die, die Sport gern in Gemeinschaft erleben – und sei es als public viewing.

Nach der Flutung ist vor der Kiellegung. Während MEIN SCHIFF 1 langsam aufschwimmt, beginnen die Vorbereitungen für den Bau von MEIN SCHIFF 2 und die Tui Cruises-CEO vollzieht die Münzzeremonie. Was einst bei Holzschiffen als Glücksbringer auf die ersten Planken genagelt wurde, verschweißt man heute im Rahmen einer kleinen Zeremonie im ersten Bauteil eines Kreuzfahrtschiffes. Und wünscht – auf immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.

 

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Cruise News: Job-Börse in Berlin

Mehr und mehr Kreuzfahrtschiffe kommen auf den Markt, mehr und mehr Menschen werden gebraucht – für den Betrieb an Bord. Dabei machen die Nautiker auf einem modernen Kreuzfahrtschiff zahlenmäßig den geringeren Teil der Belegschaft aus. Hier arbeiten viele Matrosen von den Philippinen. Es sind sehr gut ausgebildete, sehr zuverlässige Leute. Sie verdienen an Bord zwar weniger als ihre europäischen Kollegen, doch im Vergleich zu den Löhnen im eigenen Land, sind die Gehälter gut. Die sozialen Bedingungen erst recht.

Die meisten Mitarbeiter aber braucht der Hotel-Betrieb eines Kreuzfahrtschiffs: Köche, Service-Kräfte, Bartender, Maitres, Zimmermädchen und -boys. Dabei hat die Branche ein Problem – sie verheizt viele junge Leute, die an Bord eines Kreuzfahrtschiffs erstmal nur Knete machen und dabei die weite Welt sehen wollen. Für sie ist das Schiff wie ein Saison-Job in einem Ferien-Hotel. Man kommt für ein paar Monate, arbeitet wie wild, achtet auf die Ausgaben und ist froh, wenn man was „richtiges“ findet. Über Aufstiegs-Möglichkeiten wird man an Bord nicht informiert.

Dabei gibt es sie. Um junge Leute mit dem „Arbeitsplatz Kreuzfahrtschiff“ vertraut zu machen, werden von Zeit zu größere Job-Messen veranstaltet. Wie es da abläuft, beschreibt ein Bericht auf Vice. Unter dem reißerischen Titel „Sex und Sklaverei auf See“ beschreibt der Autor das Recruiting bei einer solchen Messe. Wer sich selbst ein Bild machen will über die Job-Angebote auf einem Schiff: Die nächste Messe startet Mitte Oktober in Berlin. Genaue Termin-Infos gibt es auf der Website Careerjoblounge. Es ist eine gute Zeit, sich der Branche mit ernsthaften Absichten zu nähern. Nicht nur wegen der neuen Schiffe. Vor allem, weil ein nachhaltiger Generationswandel ansteht.

 


 

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Cruise News: ein Schwesterchen für AZAMARA JOURNEY und AZAMARA QUEST

Die acht Schiffe der R-Klasse sind ein interessantes Phänomen der Kreuzfahrtgeschichte. Sie wurde gebaut für den früheren Kreuzfahrt-Anbieter Renaissance-Cruises, acht mehr oder minder baugleiche Schiffe. Zwischen Juni 1998 und Februar 2001 gingen R ONE bis R EIGHT an ihren Eigner. Der musste im September 2001 Insolvenz anmelden, die Schiffe wurden verkauft und verbreiteten sich mit diversen Namen in alle Welt. Temporär hießen einige TAHITIAN PRINCESS, BLUE DREAM, DELPHIN RENAISSANCE, COLUMBUS 2 – doch jetzt finden einige wieder zusammen.

Denn als AZAMARA JOURNEY und AZAMARA QUEST sind bereits zwei R-Klasse-Schiffe bei Azamara-Cruises. Nun kündigte das Unternehmen an, mit der ADONIA ein weiteres Schiff der R-Klasse zu übernehmen – nach einem gründlichen Umbau heißt es dann AZAMARA PURSUIT.

Die Schiffe der R-Klasse haben einen besonderen Charme, sind mit einer Länge von rund 180 Metern eher klein, mit maximal 700 Gästen eher Boutique-Schiffe. Vor allem der Umstand, dass von den 290 Kabinen kaum zehn Prozent Innen-Kabinen sind, erklärt die Beliebtheit der Schiffe bei vielenKeruzfahrtgästen. Wir sind gespannt, wann das nächste R-Schiff zum Teil der Azamara-Club Cruise-Familie wird…

 

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Cruise News:  Ende einer kurzen Ära

Der Aida-Katalog 2019 ist erschienen. Das ist eigentlich keine in den MORE THAN CRUISE-News keine Nachricht. Gäbe es da nicht über ein besonderes Detail zu berichten – über etwas, was fehlt: AIDA PRIMA– oder AIDA PERLA-Reisen in der kalten Jahreszeit ab Hamburg…

 


 

Cruise News: noble Geste!

Zusammen mit seinen Gästen, Mitarbeitern und Partnern will Kreuzfahrtanbieter Norwegian Cruise Line (NCL) Spenden sammeln, um die Betroffenen der Hurrikan-Schäden in der Karibik zu unterstützen beim Wiederaufbau von Schulen und Infrastruktur. Die Holding wird die gesammelte Summe um einen Betrag von bis zu 1,25 Millionen US-Dollar verdoppeln. Am Ende sollen 2,5 Millionen USD an das Hurrikan-Hilfsprogramm Hope Starts gehen.


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Cruise News: Sauberes Konzept aus der Steiermark

Der Boom bei Kreuzfahrten hat Schiffe als Umweltsünder in Verruf gebracht. Doch die wenigsten der weltweit 90.000 Schiffe werden als schwimmende Hotels eingesetzt: Die meisten verkehren im globalen Gütertransport, T-Shirts und Smartphones und Fahrräder kommen aus Südostasien nach Europa, Maschinen-Bauteile und Autos gehen auf den Weg in die andere Richtung. Laut OECD werde sich das gesamte Frachtvolumen (Seefahrt, Bahn, Straße, Luft) bis 2050 verdreifachen, der CO2-Ausstoß werde um 160 Prozent steigen.

Eines der besten Forschungszentren der Welt für Schiffsantriebe ist das LEC (Large Engines Competence Center) in Graz. Und bei der 16. Grazer Motorentagung in Kooperation mit dem Institut für Verbrennungskraftmaschinen (IVT) der Technischen Universität Graz diskutierten 260 Experten aus aller Welt über den Klimaschutz auf See. Bei Schiffen, so Andreas Wimmer, der Leiter des LEC, gebe es einen „Riesenschritt in die richtige Richtung“ allein durch die kürzlich beschlossenen strengeren Emissionsregeln der internationalen Seeschifffahrtsorganisation. Sie gelten ab 2020.

Allerdings werde es Jahre dauern, bis die Schifffahrt umweltfreundlich wird. „Konzepte für emissionsfreie Schiffsantriebe sind zwar in absehbarer Zeit verfügbar“, sagt Wimmer, „die Umsetzung im Marinebereich ist aber erst bis 2050 realistisch.“ Die Gründe: Die Verschärfung der Emissionslimits geht auf internationaler Ebene sehr schleppend voran. Dazu kommt, dass Schiffe oft Jahrzehnte im Einsatz sind.

Während des Kongress präsentierte das LEC einen einen quasi emissionsfreien Antrieb. Das Schiff wird mit Methanol betankt. Vor der Verbrennung im Motor wird das CO2 abgespalten, der daraus gewonnene Wasserstoff treibt den Motor an. „Stickoxide stellen die einzige relevante Schadstoffkomponente dar“, so Wimmer. Das CO2 wiederum wird verflüssigt, an Land gebracht und erneut für die Gewinnung von Methanol verwendet.

 


 

Cruise News: innere Werte

Das Ship-in-Ship-Konzept der italienischen Traditionsreederei MSC wird weiter ausgebaut. Die Atmosphäre einer exklusiven Yacht sollen die Schiffe vermitteln – mit persönlichem Butler-Service, mit Marmor-Badezimmern, Spitzenkulinarik, stilvollen Bars, privaten Sonnendecks, exklusiven Pools, Teezeremonien nach englischem Vorbild und Betten, die mit hochwertiger, ägyptischer Baumwolle bezogen werden. So lebt es sich im „Yacht Club“ eines MSC-Schiffes.

Die vier Schiffe der „Fantasia“-Klasse sowie alle Neubauten verfügen bereits über einen solchen Yacht Club. An Bord der im Juni 2017 getauften MSC MERAVIGLIA wurde das Konzept konsequent weiterentwickelt. Und auf der MSC SEASIDE, die im Dezember 2017 in Dienst gestellt wird, erstreckt sich der Yacht Club über drei Decks und bietet mit neuen, luxuriösen Kabinentypen höchsten Komfort für besondere Ansprüche. Unser Bild zeigt eine der Lounges…

 

MSC Meraviglia, MSC Yacht Club - Top Sail Lounge

 

Texte: MORE THAN CRUISES/dpa, Fotos: PR