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Cruise News: Trends der Seatrade Europe im MORE THAN CRUISES-Überblick

Cruise News: Trends der Seatrade Europe im MORE THAN CRUISES-Überblick

LNG-Antriebe und Tauch-Roboter, noch größere Schiffe und vorerst kein neuer Luxus – die Seatrade Europe gilt als eine wichtigste Kreuzfahrt-Messe für die Branche. Cruise News: die Trends der Seatrade Europe im MORE THAN CRUISES-Überblick

 

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Cruise News: Kiellegung der AIDA NOVA – im Live-Stream

„Denn wir wollen, dass unsere Kinder die Erde als einen noch schöneren Ort erleben, als sie es für uns war“, sagt Arnold Donald, CEO der Carnival Corporation, bei der Seatrade Europe und startet die Kiellegung der AIDA NOVA. Im Konferenz-Raum in Hamburg wird es dunkel und über die Monitore tanzt blau-sphärisches Scheinwerfer-Licht. Eine dunkle Struktur schwebt herab, nähert sich. Es sind Bilder, die faszinieren wie Szenen aus einem Science Fiction-Film. Aber dies ist keine Fiction. Jetzt knallt das Licht bunt und hell. So beginnt bei der Meyer Werft der Bau des ersten Kreuzfahrtschiffs, das komplett mit Flüssiggasantrieb (LNG) betrieben wird.

Auf den bisherigen Flaggschiffen der Aida-Flotte, AIDA PRIMA und AIDA PERLA, ist ein Betrieb mit LNG nur in bestimmten Häfen möglich. Dort kann das Gas per Lkw angeliefert werden und wird dann per Schlauch direkt in den Generator des Schiffes gespeist. Der Antrieb der NOVA setzt ganz auf den umweltfreundlichen Kraftstoff. Möglich machen das drei riesige Tanks an Bord. Ab Dezember 2018 sind die ersten Fahrten des 2600-Kabinen-Schiffs geplant.

Das Thema Umweltschutz und Antriebstechnik ist derzeit eine der größten Herausforderungen der Branche. Nicht nur Aida Cruises, auch andere Unternehmen setzen auf LNG – mit Costa, P&O Cruises und Carnival Cruise Line haben sieben Carnival-Gesellschaften bei der Meyer Werft in Papenburg und Turku solche Schiffe in Auftrag gegeben. Auch Disney Cruises lässt in Papenburg drei LNG-Schiffe bauen. MSC hat bei STX in Frankreich vier Riesenneubauten mit LNG-Antrieb geordert.

 

 


 

Cruise News: MSC will in Deutschland groß raus kommen

Der italienische Kreuzfahrtanbieter MSC will 2019 größere Schiffe in Deutschland positionieren und die Kapazität weiter erhöhen. „Wir können uns für die Zukunft auch vorstellen, fünf oder mehr Schiffe hier im Sommer zu stationieren“, sagte CEO Gianni Onorato am Rande der Kreuzfahrtmesse Seatrade Europe in Hamburg. 2018 fahren vier Schiffe ab Deutschland, darunter der Neubau MSC MERAVIGLIA. 2019 sollen es dann noch größere Schiffe kommen, wodurch die Kapazitäten steigen. Die neuen MSC SEASIDE und MSC SEAVIEW werden allerdings nicht darunter sein. Diese seien speziell für warme Zielgebiete wie die Karibik konzipiert.

 

 


Cruise News: Vorerst kein neuer Luxus für Hapag-Lloyd Cruises

Im Jahr 2019 bringt Hapag-Lloyd Cruises zwei neue Expeditionsschiffe an den Start. Für den Luxusbereich – derzeit vertreten mit den aktuell vom Berlitz Cruise Guide als beste Schiffe der Welt ausgezeichneten EUROPA 2 und ihrer älteren Schwester EUROPA, auf Rang 2 – gibt es dagegen noch keine konkreten Pläne für Neubauten. „Wir konzentrieren uns derzeit auf die beiden Expeditionsneubauten“, sagt CEO Karl J. Pojer und fügt hinzu. „Irgendwann werden wir uns auch über Neubauten im Luxussegment unterhalten.“

 


 

Cruise News: kaum noch Türkei-Crüises

Nach wie vor meiden die meisten Kreuzfahrt-Anbieter die Türkei. „In der aktuellen Situation gibt es kaum Nachfrage nach solchen Reisen“, sagt beispielsweise Aida-Chef Felix Eichhorn. Auch Costa ist seit 2015 nicht mehr in der Türkei vertreten. Costa-Chef Neil Palomba: „Daran wird sich absehbar nichts ändern.“ MSC fährt die Türkei ebenfalls nicht an.

Eine Ausnahme macht Tui Cruises, das einige Anläufe im Programm hat. Tui-Cruises-Chefin Wybcke Meier: „Wir setzen stark auf das östliche Mittelmeer, aber wenn sich die Situation ändert, können wir jederzeit reagieren.“

 

 


 

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Cruise News: Tauch-Drohne für Hurtigruten

Hurtigruten beginnt Zusammenarbeit mit dem norwegischen Start-up Blueye Robotics. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung von Drohnen zur Erkundung der Welt unterhalb der Meeresoberfläche spezialisiert. Hurtigruten plant den Einsatz der neu entwickelten Drohnen, Live-Bilder der unbemannten Tauchroboter werden direkt auf Bildschirme an Bord der Schiffe oder auf digitale Geräte, wie Virtual Reality Brillen oder Tablets übertragen.

Für die extremen Bedingungen des Nordpolarmeers entwickelt, hält die Unterwasser-Drohne auch widrigen Bedingungen stand. Die HD-Weitwinkel-Kamera greift auf eine Spezialtechnologie zurück, die selbst bei schlechten Lichtbedingungen gute Bilder liefern soll. Vier Schubdüsen sorgen für einen kraftvollen Antrieb des acht Kilogramm wiegenden Roboters.

Hurtigruten wird die Unterwasserdrohnen auf den Expeditionsschiffen ROALD AMUNDSEN und FRIDTJOF NANSEN einsetzen. Die beiden werden die Hurtigruten Flotte 2018 und 2019 erweitern und weltweit die ersten Schiffe sein mit Hybrid-Antrieb. Neben der Erkundung der Unterwasserwelt mit den Blueye-Drohnen erwarten die Gäste viele weitere Aktivitäten mit den Expeditionsteams an Bord, unter anderem weitläufige innen- und außenliegende Explorer-Decks, ein ebenso spannendes wie lehrreiches Activity Center, drei Restaurants, ein Fitness- und Wellness Center, eine Pool-Bar mit Jacuzzi auf dem Achterdeck und einen Infinity-Pool.

 

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Texte: dpa/MORE THAN CRUISES; Fotos: dpa/PR