Top Stories

Kuba mit CELESTYAL CRYSTAL: Kreuzfahrt in ein Land im Aufbruch

Kuba mit CELESTYAL CRYSTAL: Kreuzfahrt in ein Land im Aufbruch

Kuba liegt derzeit auf vielen Reiseziel-Wunschlisten ganz weit vorn. „Bevor es sich verändert“, lautet eine häufig genannte Begründung. Doch das dürfte noch ein wenig dauern. Das zeigt sich auch bei dieser Kreuzfahrt mit der CELESTYAL CRYSTAL. In Havanna hilft ein Philosophie-Professor, Kuba zu verstehen…

 

Kuba, Havanna, eine Reisebericht von Peggy Günther auf MORE THAN CRUISES.. Auf Kreuzfahrt mit Celestyal Crystal von Celestyal Cruise Line.

von Peggy Günther (Text und Foto)

 

Kuba mit CELESTYAL CRYSTAL: „Natürlich wird sich Kuba verändern“, sagt Jorge González Arocha, Philosophieprofessor an der Universität von Kuba und Lektor an Bord der Celestyal Crystal, „aber nicht rasend schnell.“ Leere Straßen, der Geruch von Kohlenheizung und zahlreiche verfallene Häuser – das sind die ersten Eindrücke der Karibikinsel, wenn man das Schiff verlässt. Und man fühlt sich ein wenig erinnert an Besuche in der DDR. Damals war das Land ein enger Partner Kubas. Heute ist Kuba eine der letzten sozialistischen Enklaven. Rückständig, ja. Aber nicht aus der Zeit gefallen.

Wer durch die Straßen Havannas läuft, sieht immer wieder Menschen in Gruppen stehen und auf die Displays ihrer Smartphones starren. „Kaum jemand hat zu Hause einen Internetanschluss, der ist teuer und langsam“, erläutert Jorge, „deswegen gibt es hier diese Menschenansammlungen vor Hotels oder anderen öffentlichen Hotspots.“ Und was ist mit dem gemütlichen Abend daheim? Wer sich Bücher, Fernsehserien und Filme besorgen will, fragt nach ›el paquete‹. Für 2 CUC erhält man ein Terabyte voller aktueller Medien. Jorge lacht. „Das ist unsere Form der Flatrate.“

 

 

CUC – so nennt man den Peso Convertible. Für Touristen ist der Umgang mit dieser Währung alltäglich. Den Kubanern eröffnet der CUC den Zugang zum Schwarzmarkt. Die offizielle Nationalwährung – der kubanische Peso (CUP) – ist nur ein Zwanzigstel des Devisen-Pesos wert. Zudem ist das Warenangebot begrenzt. Lebensmittelgutscheine spielen eine entscheidende Rolle bei der Grundversorgung. Das Durchschnittseinkommen eines Kubaners im Staatsdienst beläuft sich auf 466 CUP, also auf kaum mehr als 20 US-Dollar. Wie überlebt man in einer derartigen Mangelwirtschaft?

Jorge rechnet es vor. 1 CUP für Strom, 5 CUP für Wasser, 15 CUP für Elektrizität, 30 CUP für Telefon, staatliche Häuser sind mietfrei. Zudem können immer mehr im Privatsektor arbeiten. Fast ein Drittel der Einkünfte werden inzwischen da erzielt, vor allem im Tourismus. Zum Beispiel mit den sogenannten Paladares in Privathäusern. Es sind kleine, privat geführte Restaurants, in denen man ganz hervorragend essen kann. Wer ein Paladar betreibt, verdient rund 550 CUC im Monat, also ein Vielfaches dessen, was ein kubanischer Beamter nach Hause bringt. Das lohnt sich. Auch für uns Besucher. Denn die Paladares bieten eine deutlich bessere Küche als die staatlichen Restaurants. (Übrigens: Das Essen auf Kuba ist – im Gegensatz zu vielen anderen Karibikinseln – nicht sehr scharf.)

Drei Adjektive, um die Menschen hier zu beschreiben? Jorge muss kurz überlegen, dann strahlen seine Augen: „Wir Kubaner sind glücklich, kreativ und komplex.“ Komplex, weil so viele unterschiedliche Nationen zum kubanischen Volk verschmolzen sind. Hell und dunkel, europäisch und asiatisch, in Kuba steckt dank der Kolonialgeschichte scheinbar ein bisschen von jeder Region der Welt. Kreativ – das sieht man auf den Märkten, wo Handtaschen und Kunsthandwerk aus Getränkedosen neben Schmuck aus Kuhknochen feilgeboten werden.

Und glücklich? Das ist manchmal sicherlich eine Herausforderung. Aber gemeinsam mit Freunden und Familie, bei Musik und einem Glas Rum oder einer Zigarre, wirken die Kubaner tatsächlich unfassbar gut gelaunt. Daran könnten wir uns im Luxusland Deutschland mal ein Beispiel nehmen!

 

Kuba-Havanna-Celestyal-Cruise-Line